Geleitwort des Bischofs als Schirmherr
„Teilen stiftet Menschlichkeit“, so steht es wie ein Leitwort über der Satzung der Sankt-Martinus-Stiftung. Der heilige Martin belegt mit seinem Leben, dass Teilen Leben weckt. Die bekannteste Geschichte aus seinem Leben berichtet davon. Er war damals 18 Jahre alt und Offiziersanwärter. Faszinierend an dieser Geschichte ist zweierlei: Martin sieht den Bettler. Viel Not wird heute übersehen. Und Martin hält an. Hilfe durch unmittelbare Zuwendung.
Das Teilen seines Mantels war keine einmalige Tat. Martin bleibt Vater der Armen. Wir singen in einem bekannten Lied: „St. Martin zieht die Zügel an. Sein Ross steht still beim armen Mann.“ Teilen in unseren Tagen schafft Voraussetzungen dafür, dass Menschen leben können, die es aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln nicht schaffen. Die Sankt-Martinus-Stiftung möchte in einem überschaubaren Raum Vorraussetzungen zur Hilfe in den vielfältigen Nöten der Menschen geben. Christsein lebt aus dem Lobpreis (Gottesdienst), aus dem Glaubenszeugnis und aus tätiger Nächstenliebe. Teilen stiftet Vertrauen und Hoffnung. Teilen bereichert Geber und Empfänger.
Ich wünsche, dass Viele der Stiftung aus dem Geist des heiligen Martin helfen und so Notleidenden Lebenshoffnung schenken.
Heinrich Janssen
Weihbischof, Xanten